Elektromobilität | 17.12.2020

Die Geschichte des Elektro-Autos

Ein zweiteiliger Blogartikel über eine einzigartige Story – Teil I

Die Basis für das moderne, nachhaltige und schicke Elektro-Auto wurde vor über 200 Jahren gelegt und hat bis zum heutigen Tag eine spannende Lebens- und auch Leidensgeschichte hinter sich.


Die Geschichte des Elektro-Autos

Frühe und mittlere Jahre

„Elektromobilität deutlich erfolgreicher als Verbrennertechnologie“. Was wie eine Überschrift aus der Zukunft klingt, hätte durchaus in der Vergangenheit der Titel eines Zeitungsartikels sein können. Auf dem Weg zu dem E-Auto, wie man es heute kennt, waren viele Erfindungen nötig. Im ersten Teil unseres zweiteiligen Blogartikels über die Geschichte des Elektro-Autos geht es von den ersten Entdeckungen bis hin zum E-Auto zu Zeiten der Ölkrise. Im zweiten Teil folgt dann die Zeit ab der Ölkrise bis hin zum heutigen Elektro-Auto, das auch Autochampion24 für Sie bereithält.

HINWEIS

  1. Die Jahresangaben variieren in den verwendeten Quellen oftmals um wenige Jahre. Die hier verwendeten Jahreszahlen sind daher nicht absolut zu betrachten. 
  2. Zwei Definitionen zu Beginn:
    1. Unter einem Elektro-Auto versteht man ein Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung mit mindestens vier Rädern und der EG (Europäische Gemeinschaft) Fahrzeugklasse M.
    2. Unter einem Elektrofahrzeug versteht man jegliches, elektrisches Fahrzeug zur Fortbewegung, zum Beispiel ein Straßenfahrzeug, Schienenfahrzeug, Wasserfahrzeug oder Luftfahrzeug.

Erste Schritte

Elektro-Magnetismus Geschichte Elektro-Auto Autochampion24

Die wohl wichtigste Entdeckung auf dem Weg zum Elektro-Auto machte der Experimentalphysiker Michael Faraday im Jahre 1821. Bei einem Experiment gelang es ihm, einen stromdurchflossenen Leiter mithilfe eines Dauermagneten zum Rotieren zu bringen. Seine Arbeiten über elektromagnetische Rotation und Induktion schufen die Grundlage für die Entwicklung der ersten Elektromotoren. Kurze Zeit später konstruierte Thomas Davenport den ersten Gleichstrommotor und verbaute ihn in einer Modelllokomotive. Auf einem Schienenkreis drehte sie als erstes Fahrzeug, betrieben mit einem Elektromotor, ihre Runden. Dies war, zusammen mit der Entwicklung von verschiedenen Batterietypen durch William Grove und John Frederic Daniell, der Durchbruch der Elektromobilität. Der erste einsatzfähige Elektromotor wurde 1838 im Auftrag eines russischen Zaren von Moritz Hermann von Jacobi gebaut. Der sogenannte Jacobi-Motor konnte ein Schiff mit mehreren Personen antreiben. 64 Platin-Zink-Elemente versorgten den Motor mit Gleichstrom und machten eine Reichweite von 7 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von etwa 3 km/h möglich.

Das erste Elektro-Auto

Schienenfahrzeug Geschichte Elektro-Auto Autochampion24

Bevor es zum ersten E-Auto kam, trug sich noch Charles Grafton Page in die Geschichte des Elektro-Autos ein, indem er mit zwei 20 PS-Motoren ein Schienenfahrzeug auf 31 km/h beschleunigte. Dies zeigte, dass die Technologie geeignet war, um auch an Land einen echten Mehrwert zu bieten. Das erste Elektrofahrzeug wurde 1881 auf der Pariser Elektrizitätsmesse vorgestellt. Es war als Dreirad konstruiert und erreichte, mit den in der Zwischenzeit erfundenen, wiederaufladbaren Blei-Akkus, eine Höchstgeschwindigkeit von 12km/h. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein Fahrzeug mit Verbrennermotor. Im Gegensatz zum ersten E-Auto sollte es auch noch einige Jahre dauern. Als erstes Elektro-Auto gilt der 1888 in Deutschland hergestellte Flocken-Elektrowagen. Etwa zeitgleich begann Morrison in Amerika mit dem Bau der ersten erfolgreichen Modelle. Er fertigte insgesamt 12 Stück an und nutzte diese zur Erprobung neuer Batteriesysteme. Die ersten Automobile erinnerten vom Aussehen sowohl in Amerika als auch in Deutschland noch sehr an Kutschen.

Nikola Tesla und Ferdinand Porsche ebnen den Weg

Ferdinand Porsche Geschichte Elektro-Auto Autochampion24

Während die meisten Hersteller versuchten, die bereits bekannte E-Auto-Technik zu verbessern, ging der kroatische Erfinder Nikola Tesla einen anderen Weg. 1978 entwickelte er einen zweiphasigen, elektrischen Generator. Er begann auch Wechselstrom, anstatt wie bisher Gleichstrom, als Energieübertragung zu nutzen. Dazu baute und optimierte Tesla die passenden Wechselstrommotoren. Durch Überlagerung mehrerer phasenverschobener Wechselströme erzeugte er ein Drehfeld. Durch die induktive Wirkung des Drehfeldes wurde der Anker angetrieben. Ab diesem Zeitpunkt spielte der Mehrphasen-Motor eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Elektro-Autos. Auch Ferdinand Porsche ging einen innovativen Weg, baute eines der ersten erfolgreichen Hybrid-Fahrzeuge und revolutionierte so die Elektromobilität. Ein Daimler-Verbrennungsmotor erzeugte mithilfe eines Generators Strom für die Batterien. Diese wiederum versorgten zwei 2,5 PS starke Elektromotoren, die direkt in die Radnaben des Elektro-Autos integriert waren. Ein Motor direkt in den Radnaben hat den Vorteil, dass energiefressende Komponenten wie Getriebe, Riemen oder Ketten zur Kraftübertragung entfallen.

Das Elektro-Auto in seiner Blüte

Aufladestation Geschichte Elektro-Auto Autochampion24

Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Elektromobilität den Höhepunkt seines Erfolges. Zusammen mit dampfbetriebenen Fahrzeugen dominierte das E-Auto den Markt. Etwa 38% der Autos waren zur Jahrhundertwende elektrisch betrieben. Das Elektro-Auto überzeugte durch Reichweiten über 100 Kilometer, leises und ruckelfreies Fahren sowie sehr leichter Bedienung. Zu dieser Zeit gab es etwa 565 Hersteller, die ein E-Auto auf den Markt gebracht hatten. 1912 wurden dann die in der Geschichte des Elektro-Autos meisten Fahrzeuge verkauft. Die 20 größten amerikanischen Hersteller bauten in diesem Jahr etwa 34.000 Autos. Auch nicht für möglich gehaltene Rekorde konnte das Elektro-Auto aufstellen. Als erstes Straßenfahrzeug knackte der Elektro-Rennwagen „La Jamais Contente“ die 100 km/h. Ausgestattet war das torpedoförmige Gefährt mit Lenkstock, Fußhebel und Handbremse. Zwei Motoren mit je 25 kW sorgten für die nötige Leistung. Neben seiner Rekordfahrt diente dieses Fahrzeug vor allem als Testwagen für Michelin.

Benziner verdrängt Elektro-Auto

Verbrenner Benziner Geschichte Elektro-Auto Autochampion24

Parallel zur Hochzeit der Elektromobilität gelangen bei den Benzinantrieben einige bahnbrechende Erfindungen. Die wohl wichtigste war die Entwicklung eines elektrischen Anlassers durch C. F. Kettering. Von nun an mussten die Benziner nicht mehr angekurbelt werden, was bis zu diesem Zeitpunkt einer ihrer größten Nachteile war. Mithilfe von geschickten Werbemaßnahmen lenkte man von den Schwächen von Verbrennern ab. Die lauten und dreckigen Antriebe galten als besonders männlich und ihr Besitz galt als Zeichen von Stärke. Auch der für den Treibstoff genutzte Rohstoff Öl war beinahe unbegrenzt und sehr billig verfügbar. Im Vergleich zu den teuren Batterien ein weiterer Pluspunkt. Ausschlaggebend war wohl auch die hohe Energiedichte von Öl. Mit kleinen Mengen konnten große Reichweiten erzielt werden. Der Beginn der Fließbandproduktion von Verbrennern wie z. B. bei Ford beschleunigte das vorläufige Ende der Elektromobilität. Das E-Auto war nur noch ein Nischenprodukt und die Geschichte des Elektro-Autos schien beendet. Einzig in den 1970er Jahren während der Ölkrise lebten elektrisch betriebene Fahrzeuge noch einmal kurz auf. Nachdem aber weiteres Öl gefunden wurde, stampften die Autobauer ihre Pläne schnell wieder ein und setzten auf die vermeintlich bewährte Technik.

Häufig gestellte Fragen zur Geschichte des Elektro-Autos

Welches war das erste Hybrid-Auto der Welt?

Ferdinand Porsche hat um das Jahr 1900 herum das weltweit erste Auto mit Verbrennungs- und Elektromotor entwickelt.

Wann kommt das Elektro-Auto?

Elektro-Autos gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Seit 2003 sind Elektro-Autos von fast allen namhaften Herstellern vorhanden. Jedes Jahr kommen neue Elektro-Auto-Modelle auf den Markt.

Wer hat das Elektro-Auto erfunden?

Der englische Naturforscher Michael Faraday erstellte im 19. Jahrhundert erste Prototypen des Elektro-Autos.

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